marokkanischer Linseneintopf

Marokkanischer Linseneintopf

Marokkanischer Linseneintopf ist in Marokko kein „Fancy Food“, sondern echtes Alltagsessen. Genau das macht ihn so genial: Er ist unkompliziert, macht richtig satt und schmeckt nach Zuhause. In vielen Familien steht so ein Eintopf vor allem in der kühleren Jahreszeit regelmäßig auf dem Tisch, aber ehrlich gesagt geht er immer, wenn du etwas Warmes brauchst, das dich von innen einmal kurz sortiert. Oft wird er ganz klassisch mit Brot gegessen. Nicht geschniegelt mit Besteck, sondern ganz bodenständig: Brot abreißen, eintunken, genießen. Dazu gibt es manchmal ein paar Oliven oder einen einfachen Salat, und fertig ist eine Mahlzeit, die ohne viel Tamtam glücklich macht.

Das Schöne am marokkanischer Linseneintopf: Du kannst ihn super leicht anpassen. Manche machen ihn eher sämig, andere ein bisschen suppiger. Je nach Familie/Region kommen manchmal noch Kichererbsen oder Gemüse wie Karotte und Sellerie dazu. Aber die Basis bleibt ähnlich: Linsen, Tomate, Zwiebel, Knoblauch und warme Gewürze. Und genau diese Kombi sorgt dafür, dass er so „rund“ schmeckt, ohne dass du mit 20 Zutaten hantieren musst.

Und ja, gesund ist er auch. Linsen liefern dir pflanzliches Eiweiß und viele Ballaststoffe, was bedeutet: Du bist länger satt und hast nicht nach zwei Stunden wieder Hunger. Außerdem sind Linsen eine tolle Quelle für Eisen und Magnesium, und durch die Tomaten und das Gemüse kommen zusätzlich Vitamine dazu. Für mich ist das ein perfektes Gericht, wenn du dich gesünder ernähren willst, aber keine Lust auf Diät-Gefühl hast. Du isst etwas Herzhaftes, Wärmendes, Sättigendes und tust deinem Körper dabei richtig was Gutes.

marokkanischer Linseneintopf

Marokkanischer Linseneintopf

Vorbereitungszeit 6 Stunden
Zubereitungszeit 30 Minuten
Gesamtzeit 6 Stunden 30 Minuten
Gericht Hauptgericht
Küche Marokkanisch
Portionen 4 Personen

Zutaten
  

  • 300 g getrocknete braune Linsen
  • 2 Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Tl Salz
  • 1/4 Tl Pfeffer
  • 1/2 Tl Ingwer
  • 1/2 Tl Kurkuma
  • 1/2 Tl Kreuzkümmel
  • 1/2 Tl Paprika Edelsüß
  • 1 El Tomatenmark
  • Je 1 El gehackte Petersilie und Koriander
  • 1 El Olivenöl

Anleitung
 

  • Zuerst weichst du die braunen Linsen mindestens 6 Stunden ein, am besten über Nacht. Dadurch garen sie später schneller und werden schön gleichmäßig weich. Wenn es soweit ist, gießt du die Linsen ab und stellst sie kurz zur Seite.
  • Dann schneidest du die Zwiebel und den Knoblauch klein und schwitzt beides in einem großen Topf mit dem Olivenöl an, bis es leicht glasig ist und richtig gut duftet. Tomaten klein hacken und zusammen mit dem Tomatenmark in den Topf geben. Anschließend würzt du alles mit Salz, Pfeffer, Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel und Paprika edelsüß. Einmal gut durchmischen, damit sich Tomaten, Tomatenmark und Gewürze richtig schön verbinden.
  • Nun gibst du die abgetropften Linsen dazu und füllst den Topf mit ungefähr 1 Liter Wasser auf, sodass alles gut bedeckt ist. Deckel drauf und den marokkanischen Linseneintopf bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen. Sobald die Linsen weich sind, nimmst du den Deckel ab und lässt den Eintopf weiterköcheln, bis die Soße die Konsistenz hat, die du magst. Wir mögen ihn nicht zu flüssig, aber auch nicht trocken, so, dass man ihn perfekt mit Brot aufnehmen und eintunken kann. Wenn du ihn lieber suppiger willst, gibst du einfach noch etwas Wasser dazu. Wenn er dir zu dünn ist, lässt du ihn ohne Deckel noch ein paar Minuten länger einkochen.
  • Ganz zum Schluss rührst du die gehackte Petersilie und den Koriander unter und servierst den Eintopf am besten auf einem großen Teller oder in einer großen Schüssel. Traditionell wird marokkanischer Linseneintopf mit Brot und mit der Hand gegessen und genau so schmeckt er einfach am besten. Wenn du es richtig marokkanisch machen willst, passt dazu super ein marokkanischer Tomatensalat, Taktouka oder Zalouk.

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Häufig gestellte Fragen zu marokkanischer Linseneintopf

Muss ich die braunen Linsen wirklich einweichen?

Du musst nicht, aber ich empfehle es dir ganz klar. Wenn du die braunen Linsen einweichst (am besten über Nacht), werden sie schneller gar, gleichmäßiger weich und liegen vielen auch bekömmlicher im Magen. Außerdem hast du später einfach weniger Stress am Herd, weil du nicht ewig warten musst, bis die Linsen endlich weich sind.

Kann ich marokkanischer Linseneintopf auch ohne Einweichen kochen?

Ja, das geht. Plan dann nur mehr Zeit ein: Je nach Linsen kann das statt 20 Minuten eher 35 bis 50 Minuten dauern. Wichtig: immer wieder schauen, ob genug Wasser im Topf ist, weil die Linsen beim Kochen viel aufsaugen. Wenn du es eilig hast, sind rote Linsen die schnellere Alternative, aber klassisch ist die Variante mit braunen Linsen.

Warum wird mein Linseneintopf nicht weich?

Das passiert super oft und liegt meistens nicht an dir, sondern an den Linsen. Wenn Linsen schon älter sind, brauchen sie deutlich länger und werden manchmal einfach nicht richtig zart. Auch zu wenig Kochzeit oder zu niedrige Hitze kann der Grund sein. Ein weiterer Klassiker: Wenn du sehr hartes Wasser hast, kann das die Garzeit verlängern. Mein Tipp: Geduld, genug Flüssigkeit, und wenn’s gar nicht besser wird, beim nächsten Mal frischere Linsen nehmen.

Wie bekomme ich marokkanischer Linseneintopf schön sämig?

Ganz einfach: ohne Deckel einkochen lassen, sobald die Linsen weich sind. Dadurch wird die Soße automatisch dicker und richtig schön „eintopfmäßig“. Wenn du es noch sämiger willst, kannst du ein paar Löffel Linsen im Topf leicht zerdrücken oder kurz mit dem Kartoffelstampfer ran (wirklich nur ganz kurz, nicht pürieren). Und Tomatenmark hilft auch – das bindet und gibt gleichzeitig Geschmack.

Was mache ich, wenn der Eintopf zu flüssig oder zu dick geworden ist?

Wenn er zu flüssig ist: Deckel runter und ein paar Minuten weiter köcheln lassen, bis die Konsistenz passt. Wenn du es schneller willst, zerdrück ein paar Linsen – das dickt sofort an. Wenn er zu dick geworden ist: schluckweise heißes Wasser (oder Brühe) dazugeben und immer wieder rühren, bis er wieder so ist, dass du ihn gut mit Brot essen kannst. Genau da liegt das Ziel: nicht suppig, aber auch nicht trocken.

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